Warum Heizkörper im Altbau besondere Aufmerksamkeit brauchen
Heizkörpertypen im Altbau: Was steckt an Ihrer Wand?
Nicht jeder Heizkörper wird gleich gereinigt. Im Altbau begegnen Ihnen vor allem drei Varianten, und jede hat ihre Eigenheiten.
Rippenheizkörper sind die älteste Bauform. Gusseiserne oder stählerne Glieder sind aneinandergereiht, die einzelnen Rippen liegen offen. Das macht sie reinigungsfreundlich: Jede Fläche ist erreichbar. Im Altbau sind sie besonders häufig in Wohnräumen und Treppenhäusern zu finden.
Röhrenheizkörper sieht man oft im Bad. Horizontale oder vertikale Rohre lassen sich von außen gut abwischen. Das Innere ist geschlossen, dort sammelt sich kein Staub. Die Herausforderung liegt hinter den Rohren, an der Wand.
Plattenheizkörper sind in sanierten Altbauten die häufigste Variante. Eine glatte Vorderplatte mit Lamellen dahinter: Der Innenraum ist nach oben und unten offen, Staub zieht hinein und bleibt dort hängen. Bloßes Abwischen von außen reicht nicht. Hier braucht es eine Heizkörperbürste.
Heizkörper reinigen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Zuerst das Werkzeug. Sie kommen mit wenig aus: Staubsauger mit Flachsaugdüse, ein weiches Tuch, etwas Wasser und Spülmittel, alte Lappen für den Boden. Bei Plattenheizkörpern brauchen Sie zusätzlich eine Heizkörperbürste mit langem Stiel, die in jedem Baumarkt für unter zehn Euro zu finden ist.
Heizung ausschalten, warten bis der Heizkörper kühl ist. Nicht ungeduldig sein. Ein heißer Heizkörper verbrennt, und feuchte Tücher trocknen darauf in Sekunden ein, was Schlieren hinterlässt.
Lappen oder alte Zeitungen unter den Heizkörper legen. Was herunterfällt, landet sonst auf dem Boden.
Bei Rippenheizkörpern gehen Sie von oben nach unten vor. Ein feuchtes Tuch um jede Rippe gelegt und einmal durch gezogen, das erledigt den größten Teil. Für die engen Zwischenräume hilft ein schmaler Pinsel oder eine Flaschenbürste.
Bei Plattenheizkörpern öffnen Sie zunächst die Seitenabdeckungen. Die sind meist nur aufgesteckt oder von kleinen Kunststoffklammern gehalten, kein Werkzeug nötig. Saugen Sie von oben durch die Lamellen. Dann die Heizkörperbürste von oben nach unten durchführen. Wer keinen Sauger zur Hand hat, kann feuchte Tücher unterlegen und mit dem Föhn von oben durchblasen. Der Staub fällt auf die Tücher. Danach Außenflächen mit dem feuchten Tuch abwischen, Abdeckungen wieder anbringen.
Bei Röhrenheizkörpern reicht ein Tuch, das Sie um jedes Rohr legen und durchziehen. Hinter den Rohren, direkt an der Wand, lohnt ein schmaler Aufsatz am Staubsauger.
Keine Stahlwolle, keine scheuernden Mittel. Die Oberfläche ist oft gestrichen oder pulverbeschichtet und nimmt Kratzer dauerhaft an.
Heizung entlüften: Wenn es gluckert und blubbert
Heizkörper, der oben nicht mehr warm wird, obwohl das Thermostat aufgedreht ist: ein eindeutiges Zeichen. Luft hat sich in der oberen Hälfte des Heizkörpers gesammelt und verhindert, dass heißes Wasser dort ankommt. Das Gluckern, das manche Bewohner morgens aus dem Schlaf weckt, hat dieselbe Ursache.
Luft gelangt durch kleine Undichtigkeiten oder beim Nachfüllen von Heizwasser ins System. In älteren Anlagen passiert das regelmäßig. Einmal im Jahr entlüften genügt für gut funktionierende Heizungen. Alte, undichte Anlagen profitieren von einem halbjährlichen Rhythmus.
Was Sie brauchen: Entlüftungsschlüssel (Vierkantschlüssel, im Baumarkt für wenige Euro), einen kleinen Behälter und einen Lappen. Das war es.
Heizung abschalten. 30 bis 60 Minuten warten, damit die Luft nach oben steigt. Alle Thermostate auf Maximum drehen. Mit dem untersten Stockwerk beginnen und sich nach oben vorarbeiten.
Den Entlüftungsschlüssel auf das Vierkantventil am oberen Ende des Heizkörpers setzen. Langsam gegen den Uhrzeigersinn öffnen, eine halbe Umdrehung. Zischen Sie hören, ist Luft auf dem Weg raus. Kommt ein gleichmäßiger Wasserstrahl, Ventil zügig zudrehen.
Danach: Kesseldruck am Manometer prüfen. Er sollte zwischen 1,5 und 2 Bar liegen. Zu niedrig? Heizwasser nachfüllen. Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt, diesen Schritt nicht zu überspringen, denn zu niedriger Druck schützt die Pumpe nicht.
Heizung wieder einschalten. Wenn der Heizkörper danach immer noch ungleichmäßig warm wird, steckt das Problem tiefer. Ein hydraulischer Abgleich oder Ablagerungen in den Rohren kommen als Ursache in Frage. In diesem Fall sollte ein Fachbetrieb nachschauen.

Staub hinter dem Heizkörper: Das vergessene Drittel
Wer die Wand hinter seinem Heizkörper noch nie gereinigt hat, sollte dort einmal nachsehen. Dunkle Staubschlieren, die sich über Jahre aufgebaut haben, sind keine Seltenheit. Die Konvektionswärme transportiert Staubpartikel an die Wand, wo sie kleben bleiben.
Das ist mehr als ein optisches Problem. Feine Staubpartikel aus dem Heizkörper landen im Atemraum, was insbesondere für Menschen mit Allergien oder Atemwegserkrankungen spürbar ist. Wer einmal die Wand hinter dem Heizkörper geputzt hat, weiß, warum das dazugehört.
Mit einem langen Staubsauger-Aufsatz kommt man an vielen Stellen ran, ohne den Heizkörper abzunehmen. Für eine wirklich gründliche Reinigung lohnt es sich jedoch, ihn einmal abzuhängen. Heizkörper hängen in aller Regel auf schlichten Wandhalterungen. Wasser abstellen, auskühlen lassen, Haken abheben. In den meisten Fällen ist das ohne Werkzeug erledigt.
Zweimal im Jahr einen Blick hinter den Heizkörper zu werfen ist kein Aufwand. Bei Haushalten mit Haustieren oder Teppichen ist es kaum zu vermeiden.
Wann reinigen nicht mehr reicht: Modernisierung und GEG-Pflicht
Gut gepflegte Heizanlagen halten sehr lange. Irgendwann kommt trotzdem der Punkt, an dem eine Reparatur nicht mehr sinnvoll ist. Für Eigentümer älterer Gebäude gibt es dabei eine gesetzliche Grenze, die nicht alle kennen.
Das Gebäudeenergiegesetz schreibt in § 72 GEG vor: Gas- und Ölheizkessel dürfen nach 30 Betriebsjahren nicht mehr betrieben werden. Ausnahmen gelten für Niedertemperatur- und Brennwertkessel sowie für Anlagen mit einer Nennleistung unter 4 Kilowatt. Wer also ein Gebäude kauft oder erbt und vorfindet, dass der Kessel ein Konstanttemperaturgerät aus dem Jahr 1990 ist, muss diesen austauschen. Die Frist beträgt zwei Jahre nach dem Eigentumsübergang, sofern die Person das Gebäude nicht seit dem 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat.
Was das im Alltag heißt: Ein 1985 eingebauter Konstanttemperaturkessel verstößt heute gegen geltendes Recht. Wer ihn weiter betreibt, riskiert Bußgelder. Das Typenschild am Kessel oder die Heizungsunterlagen des Gebäudes zeigen das Einbaudatum.
Eine neue Heizanlage kostet je nach Typ und Gebäudegröße grob zwischen 10.000 und 30.000 Euro, manchmal deutlich mehr, wenn das Verteilsystem ebenfalls erneuert werden muss. Ob die Investition sinnvoll ist, hängt stark davon ab, wie lange man das Gebäude behalten möchte.
Wenn die alte Heizung im geerbten Haus am Lebensende ist
Eine Erbschaft kommt selten ohne Entscheidungsdruck. Neben dem Trauerprozess stehen plötzlich Fragen im Raum, die dringend sind: Was tun mit dem Haus? Sanieren? Vermieten? Selbst einziehen?
Wer ein älteres Gebäude erbt, hat in vielen Fällen eine Heizung vorgefunden, die ihren Zenit überschritten hat. Manchmal ist es ein 40 Jahre alter Ölkessel, manchmal ein Heizkreis mit undichten Rohren, manchmal beides. Und dann gilt: Als neuer Eigentümer trägt man die Pflicht zur Erfüllung der GEG-Anforderungen, unabhängig davon, ob man die Anlage selbst eingebaut hat.
Für ein unsaniertes Altbaugebäude in Mönchengladbach, in Stadtteilen wie Eicken, Neuwerk oder Windberg, wo viele Gründerzeit- und Nachkriegsbauten stehen, kann der Gesamtbedarf schnell sechsstellig werden. Neue Heizungsanlage, Dämmung, Fenster, vielleicht ein undichtes Dach obendrauf. Für eine Erbengemeinschaft, die keine einheitliche Entscheidung treffen kann, ist das eine besonders schwierige Lage.
In solchen Fällen entscheiden sich viele Erben für den Verkauf, bevor weitere Kosten entstehen. Das ist kein Scheitern. Es ist eine rationale Entscheidung, die manchmal die einzig tragfähige ist. Die Verbraucherzentrale NRW rät, sich in solchen Fällen früh beraten zu lassen, da Sanierungsfristen laufen, sobald die Immobilie ins Eigentum übergeht.
Wer vor dieser Entscheidung steht, kann sich unter dem Stichwort Geerbte Immobilie verkaufen Mönchengladbach einen ersten Überblick verschaffen. Der dort beschriebene Ansatz richtet sich an Erben, die abwägen, ob der Verkauf gegenüber einer Sanierung die bessere Wahl ist. Keine einfache Frage, aber eine, die sich mit klaren Zahlen beantworten lässt. Bewertungen und Erfahrungsberichte anderer Eigentümer finden sich auf dem ProvenExpert-Profil von Freude Immobilien.
Häufige Fragen
Wie oft sollte man Heizkörper reinigen?
Einmal im Jahr, am besten im Spätsommer vor der Heizsaison, reicht für die meisten Haushalte aus. Wer Haustiere hat oder auf Teppichen lebt, sollte zweimal im Jahr putzen. Hinter den Heizkörpern lohnt ein Blick auch zwischendurch, spätestens wenn beim Einschalten der Heizung Staubgeruch entsteht.
Welche Werkzeuge brauche ich zum Entlüften?
Einen Entlüftungsschlüssel (Vierkantschlüssel), den es im Baumarkt für wenige Euro gibt, einen kleinen Auffangbehälter und einen Lappen. Manche neueren Heizkörper haben auch Schlitzventile, für die ein normaler Schraubenzieher genügt.
Was tun, wenn der Heizkörper unten warm, oben kalt bleibt?
Luft hat sich im oberen Bereich angesammelt und verhindert, dass heißes Wasser dort ankommt. Entlüften Sie den Heizkörper wie oben beschrieben. Hilft das nicht, liegt das Problem möglicherweise am hydraulischen Abgleich oder an Ablagerungen in alten Rohrleitungen. Dann ist ein Heizungsbauer gefragt.
Kann man Heizkörper mit einem Dampfreiniger reinigen?
Ja, insbesondere für Rippenheizkörper mit hartnäckigem Schmutz funktioniert das gut. Den Dampfdruck moderat halten und den Heizkörper vorher vollständig auskühlen lassen. Auf alten, bereits beschädigten Lackflächen kann Dampf den Prozess beschleunigen.
Wie erkenne ich, ob meine alte Heizung unter die GEG-Austauschpflicht fällt?
Das Einbaudatum steht auf dem Typenschild am Kessel oder in den Heizungsunterlagen. Gas- und Ölheizkessel, die älter als 30 Jahre sind, fallen laut § 72 GEG unter die Austauschpflicht, sofern es sich nicht um einen Niedertemperatur- oder Brennwertkessel handelt und die Leistung über 4 Kilowatt liegt.
Jahrzehnte alte Heizkörper an der Wand, Gusseisen-Rippen aus der Gründerzeit, ein Rippenheizkörper im Badezimmer der nicht mehr ganz heiß wird: Wer in einem Altbau lebt, kennt das. Dabei braucht es oft keine Fachfirma. Mit dem richtigen Werkzeug und etwas Zeit lässt sich vieles selbst erledigen. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, was nötig ist.
Altbauten unterscheiden sich von Neubauten nicht nur im Charme. Die Heizanlagen in Gründerzeithäusern oder Nachkriegsgebäuden sind häufig auf deutlich höhere Vorlauftemperaturen ausgelegt, als moderne Niedrigtemperatursysteme sie nutzen. Das klingt technisch, hat aber praktische Konsequenzen. Höhere Temperaturen erzeugen stärkere Konvektionsströme. Die warme Luft steigt auf, kühlt ab, fällt zurück, und nimmt dabei Staubpartikel mit, die sich auf und in den Heizkörpern ablagern.
Dazu kommt das Alter der Rohrleitungen. Ungalvanisierter Stahl rostet von innen. Rost und Ablagerungen verteilen sich durchs Heizwasser, setzen sich in den Heizkörpern fest und verschlechtern die Wärmeübertragung. Ein Heizkörper, der gluckert oder klopft, ist kein Zeichen von Alter allein. Er signalisiert, dass Luft oder Ablagerungen die Arbeit behindern.
Eine dünne Staubschicht auf den Lamellen eines Plattenheizkörpers verschlechtert die Wärmeabgabe spürbar. Die Heizung läuft dann länger, die Rechnung steigt, das Raumklima bleibt trotzdem schlechter. Und das, obwohl man mit einem Staubsauger und etwas Geduld den Großteil des Problems beseitigen könnte.
Heizkörpertypen im Altbau: Was steckt an Ihrer Wand?
Nicht jeder Heizkörper wird gleich gereinigt. Im Altbau begegnen Ihnen vor allem drei Varianten, und jede hat ihre Eigenheiten.
Rippenheizkörper sind die älteste Bauform. Gusseiserne oder stählerne Glieder sind aneinandergereiht, die einzelnen Rippen liegen offen. Das macht sie reinigungsfreundlich: Jede Fläche ist erreichbar. Im Altbau sind sie besonders häufig in Wohnräumen und Treppenhäusern zu finden.
Röhrenheizkörper sieht man oft im Bad. Horizontale oder vertikale Rohre lassen sich von außen gut abwischen. Das Innere ist geschlossen, dort sammelt sich kein Staub. Die Herausforderung liegt hinter den Rohren, an der Wand.
Plattenheizkörper sind in sanierten Altbauten die häufigste Variante. Eine glatte Vorderplatte mit Lamellen dahinter: Der Innenraum ist nach oben und unten offen, Staub zieht hinein und bleibt dort hängen. Bloßes Abwischen von außen reicht nicht. Hier braucht es eine Heizkörperbürste.
Heizkörper reinigen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Zuerst das Werkzeug. Sie kommen mit wenig aus: Staubsauger mit Flachsaugdüse, ein weiches Tuch, etwas Wasser und Spülmittel, alte Lappen für den Boden. Bei Plattenheizkörpern brauchen Sie zusätzlich eine Heizkörperbürste mit langem Stiel, die in jedem Baumarkt für unter zehn Euro zu finden ist.
Heizung ausschalten, warten bis der Heizkörper kühl ist. Nicht ungeduldig sein. Ein heißer Heizkörper verbrennt, und feuchte Tücher trocknen darauf in Sekunden ein, was Schlieren hinterlässt.
Lappen oder alte Zeitungen unter den Heizkörper legen. Was herunterfällt, landet sonst auf dem Boden.
Bei Rippenheizkörpern gehen Sie von oben nach unten vor. Ein feuchtes Tuch um jede Rippe gelegt und einmal durch gezogen, das erledigt den größten Teil. Für die engen Zwischenräume hilft ein schmaler Pinsel oder eine Flaschenbürste.
Bei Plattenheizkörpern öffnen Sie zunächst die Seitenabdeckungen. Die sind meist nur aufgesteckt oder von kleinen Kunststoffklammern gehalten, kein Werkzeug nötig. Saugen Sie von oben durch die Lamellen. Dann die Heizkörperbürste von oben nach unten durchführen. Wer keinen Sauger zur Hand hat, kann feuchte Tücher unterlegen und mit dem Föhn von oben durchblasen. Der Staub fällt auf die Tücher. Danach Außenflächen mit dem feuchten Tuch abwischen, Abdeckungen wieder anbringen.
Bei Röhrenheizkörpern reicht ein Tuch, das Sie um jedes Rohr legen und durchziehen. Hinter den Rohren, direkt an der Wand, lohnt ein schmaler Aufsatz am Staubsauger.
Keine Stahlwolle, keine scheuernden Mittel. Die Oberfläche ist oft gestrichen oder pulverbeschichtet und nimmt Kratzer dauerhaft an.
Heizung entlüften: Wenn es gluckert und blubbert
Heizkörper, der oben nicht mehr warm wird, obwohl das Thermostat aufgedreht ist: ein eindeutiges Zeichen. Luft hat sich in der oberen Hälfte des Heizkörpers gesammelt und verhindert, dass heißes Wasser dort ankommt. Das Gluckern, das manche Bewohner morgens aus dem Schlaf weckt, hat dieselbe Ursache.
Luft gelangt durch kleine Undichtigkeiten oder beim Nachfüllen von Heizwasser ins System. In älteren Anlagen passiert das regelmäßig. Einmal im Jahr entlüften genügt für gut funktionierende Heizungen. Alte, undichte Anlagen profitieren von einem halbjährlichen Rhythmus.
Was Sie brauchen: Entlüftungsschlüssel (Vierkantschlüssel, im Baumarkt für wenige Euro), einen kleinen Behälter und einen Lappen. Das war es.
Heizung abschalten. 30 bis 60 Minuten warten, damit die Luft nach oben steigt. Alle Thermostate auf Maximum drehen. Mit dem untersten Stockwerk beginnen und sich nach oben vorarbeiten.
Den Entlüftungsschlüssel auf das Vierkantventil am oberen Ende des Heizkörpers setzen. Langsam gegen den Uhrzeigersinn öffnen, eine halbe Umdrehung. Zischen Sie hören, ist Luft auf dem Weg raus. Kommt ein gleichmäßiger Wasserstrahl, Ventil zügig zudrehen.
Danach: Kesseldruck am Manometer prüfen. Er sollte zwischen 1,5 und 2 Bar liegen. Zu niedrig? Heizwasser nachfüllen. Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt, diesen Schritt nicht zu überspringen, denn zu niedriger Druck schützt die Pumpe nicht.
Heizung wieder einschalten. Wenn der Heizkörper danach immer noch ungleichmäßig warm wird, steckt das Problem tiefer. Ein hydraulischer Abgleich oder Ablagerungen in den Rohren kommen als Ursache in Frage. In diesem Fall sollte ein Fachbetrieb nachschauen.
Staub hinter dem Heizkörper: Das vergessene Drittel
Wer die Wand hinter seinem Heizkörper noch nie gereinigt hat, sollte dort einmal nachsehen. Dunkle Staubschlieren, die sich über Jahre aufgebaut haben, sind keine Seltenheit. Die Konvektionswärme transportiert Staubpartikel an die Wand, wo sie kleben bleiben.
Das ist mehr als ein optisches Problem. Feine Staubpartikel aus dem Heizkörper landen im Atemraum, was insbesondere für Menschen mit Allergien oder Atemwegserkrankungen spürbar ist. Wer einmal die Wand hinter dem Heizkörper geputzt hat, weiß, warum das dazugehört.
Mit einem langen Staubsauger-Aufsatz kommt man an vielen Stellen ran, ohne den Heizkörper abzunehmen. Für eine wirklich gründliche Reinigung lohnt es sich jedoch, ihn einmal abzuhängen. Heizkörper hängen in aller Regel auf schlichten Wandhalterungen. Wasser abstellen, auskühlen lassen, Haken abheben. In den meisten Fällen ist das ohne Werkzeug erledigt.
Zweimal im Jahr einen Blick hinter den Heizkörper zu werfen ist kein Aufwand. Bei Haushalten mit Haustieren oder Teppichen ist es kaum zu vermeiden.
Wann reinigen nicht mehr reicht: Modernisierung und GEG-Pflicht
Gut gepflegte Heizanlagen halten sehr lange. Irgendwann kommt trotzdem der Punkt, an dem eine Reparatur nicht mehr sinnvoll ist. Für Eigentümer älterer Gebäude gibt es dabei eine gesetzliche Grenze, die nicht alle kennen.
Das Gebäudeenergiegesetz schreibt in § 72 GEG vor: Gas- und Ölheizkessel dürfen nach 30 Betriebsjahren nicht mehr betrieben werden. Ausnahmen gelten für Niedertemperatur- und Brennwertkessel sowie für Anlagen mit einer Nennleistung unter 4 Kilowatt. Wer also ein Gebäude kauft oder erbt und vorfindet, dass der Kessel ein Konstanttemperaturgerät aus dem Jahr 1990 ist, muss diesen austauschen. Die Frist beträgt zwei Jahre nach dem Eigentumsübergang, sofern die Person das Gebäude nicht seit dem 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat.
Was das im Alltag heißt: Ein 1985 eingebauter Konstanttemperaturkessel verstößt heute gegen geltendes Recht. Wer ihn weiter betreibt, riskiert Bußgelder. Das Typenschild am Kessel oder die Heizungsunterlagen des Gebäudes zeigen das Einbaudatum.
Eine neue Heizanlage kostet je nach Typ und Gebäudegröße grob zwischen 10.000 und 30.000 Euro, manchmal deutlich mehr, wenn das Verteilsystem ebenfalls erneuert werden muss. Ob die Investition sinnvoll ist, hängt stark davon ab, wie lange man das Gebäude behalten möchte.
Wenn die alte Heizung im geerbten Haus am Lebensende ist
Eine Erbschaft kommt selten ohne Entscheidungsdruck. Neben dem Trauerprozess stehen plötzlich Fragen im Raum, die dringend sind: Was tun mit dem Haus? Sanieren? Vermieten? Selbst einziehen?
Wer ein älteres Gebäude erbt, hat in vielen Fällen eine Heizung vorgefunden, die ihren Zenit überschritten hat. Manchmal ist es ein 40 Jahre alter Ölkessel, manchmal ein Heizkreis mit undichten Rohren, manchmal beides. Und dann gilt: Als neuer Eigentümer trägt man die Pflicht zur Erfüllung der GEG-Anforderungen, unabhängig davon, ob man die Anlage selbst eingebaut hat.
Für ein unsaniertes Altbaugebäude in Mönchengladbach, in Stadtteilen wie Eicken, Neuwerk oder Windberg, wo viele Gründerzeit- und Nachkriegsbauten stehen, kann der Gesamtbedarf schnell sechsstellig werden. Neue Heizungsanlage, Dämmung, Fenster, vielleicht ein undichtes Dach obendrauf. Für eine Erbengemeinschaft, die keine einheitliche Entscheidung treffen kann, ist das eine besonders schwierige Lage.
In solchen Fällen entscheiden sich viele Erben für den Verkauf, bevor weitere Kosten entstehen. Das ist kein Scheitern. Es ist eine rationale Entscheidung, die manchmal die einzig tragfähige ist. Die Verbraucherzentrale NRW rät, sich in solchen Fällen früh beraten zu lassen, da Sanierungsfristen laufen, sobald die Immobilie ins Eigentum übergeht.
Wer vor dieser Entscheidung steht, kann sich unter dem Stichwort Geerbte Immobilie verkaufen Mönchengladbach einen ersten Überblick verschaffen. Der dort beschriebene Ansatz richtet sich an Erben, die abwägen, ob der Verkauf gegenüber einer Sanierung die bessere Wahl ist. Keine einfache Frage, aber eine, die sich mit klaren Zahlen beantworten lässt. Bewertungen und Erfahrungsberichte anderer Eigentümer finden sich auf dem ProvenExpert-Profil von Freude Immobilien.
Häufige Fragen
Wie oft sollte man Heizkörper reinigen?
Einmal im Jahr, am besten im Spätsommer vor der Heizsaison, reicht für die meisten Haushalte aus. Wer Haustiere hat oder auf Teppichen lebt, sollte zweimal im Jahr putzen. Hinter den Heizkörpern lohnt ein Blick auch zwischendurch, spätestens wenn beim Einschalten der Heizung Staubgeruch entsteht.
Welche Werkzeuge brauche ich zum Entlüften?
Einen Entlüftungsschlüssel (Vierkantschlüssel), den es im Baumarkt für wenige Euro gibt, einen kleinen Auffangbehälter und einen Lappen. Manche neueren Heizkörper haben auch Schlitzventile, für die ein normaler Schraubenzieher genügt.
Was tun, wenn der Heizkörper unten warm, oben kalt bleibt?
Luft hat sich im oberen Bereich angesammelt und verhindert, dass heißes Wasser dort ankommt. Entlüften Sie den Heizkörper wie oben beschrieben. Hilft das nicht, liegt das Problem möglicherweise am hydraulischen Abgleich oder an Ablagerungen in alten Rohrleitungen. Dann ist ein Heizungsbauer gefragt.
Kann man Heizkörper mit einem Dampfreiniger reinigen?
Ja, insbesondere für Rippenheizkörper mit hartnäckigem Schmutz funktioniert das gut. Den Dampfdruck moderat halten und den Heizkörper vorher vollständig auskühlen lassen. Auf alten, bereits beschädigten Lackflächen kann Dampf den Prozess beschleunigen.
Wie erkenne ich, ob meine alte Heizung unter die GEG-Austauschpflicht fällt?
Das Einbaudatum steht auf dem Typenschild am Kessel oder in den Heizungsunterlagen. Gas- und Ölheizkessel, die älter als 30 Jahre sind, fallen laut § 72 GEG unter die Austauschpflicht, sofern es sich nicht um einen Niedertemperatur- oder Brennwertkessel handelt und die Leistung über 4 Kilowatt liegt.
